Ernährungsmedizin

Ernährungsmedizin befasst sich mit Diagnostik, Therapie und Vorsorge ernährungsbedingter Erkrankungen.

Beispiele für ernährungsbedingte Krankheiten:

    • Adipositas (Übergewicht)
    • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
    • Herzerkrankungen (durch Arteriosklerose)
    • Metabolisches Syndrom
    • degenerative Gelenkserkrankungen
    • Essstörungen
    • Lebensmittelunverträglichkeit oder -allergien
Was wir essen und wie viel davon, hat Auswirkungen auf die Gesundheit – vor allem auf Stoffwechsel, Herz und Blutgefäße sowie Gelenke. Einige Inhaltsstoffe von Lebensmitteln können beispielsweise dabei helfen, das Risiko für verschiedene Erkrankungen zu reduzieren.
Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe oder Omega-3-Fettsäuren sowie sekundäre Pflanzenstoffe (Antioxidantien) können einen positiven Effekt auf die Gesundheit haben.
Andere Inhaltsstoffe auf unseren Tellern wiederum, speziell ein Zuviel an tierischen Fetten, Salz oder Zucker, verursachen bei überhöhter Zufuhr nachweislich gesundheitliche Schäden.
 
Durch meine vertiefte Ausbildung in diesem Bereich (u. a. ÖÄK-Diplom Ernährungsmedizin) kann ich Ihnen gerne eine ausführliche und fundierte Ernährungsberatung einschließlich medizinischer Untersuchung, Erhebung relevanter Parameter und Messung der Körperzusammensetzung mittels Bio-Impedanz-Analyse anbieten.

Ausführliche Ernährungsberatung inkl. BIA-Messung: €39.- 

Gerne führen wir auf Wunsch auch eine ausführliche
Allergiediagnostik durch. 

Nationaler Aktionsplan Ernährung - Gründe

Nationaler Aktionsplan Ernährung - Gründe

Internationale Studien haben gezeigt, dass 7 der 15 Hauptrisikofaktoren für Krankheit und Tod in die Bereiche Ernährung und Lebensstil fallen und damit wichtige Ansatzpunkte für die Gesundheitsförderung und Primärprävention darstellen. Schätzungen der WHO gehen davon aus, dass chronische Erkrankungen im Jahr 2020 für mehr als drei Viertel aller Todesfälle in den Industriestaaten verantwortlich sein könnten. Die Ernährung spielt in der Entwicklung dieser Krankheiten eine wesentliche Rolle [WHO/FAO 2003].

Übergewicht bzw. Adipositas sind direkte Folgen eines Ungleichgewichts von Energiezufuhr und Energieverbrauch. Adipositas ist mit einer erhöhten Morbidität (Krankheit) und Mortalität (Tod) verbunden und geht mit einer Reihe von adipositasassoziierten Begleiterkrankungen einher, wie z.B. Stoffwechselstörungen und Bluthochdruck. Bei Adipositas besteht ein erhöhtes Risiko für Diabetes mellitus Typ 2, Gallenblasenerkrankungen, Atemlosigkeit und Schlafapnoe sowie für kardiovaskuläre Erkrankungen, Osteoarthritis, Hyperurikämie und Gicht. Adipositas kann auch das Risiko für einige Krebserkrankungen, hormonelle Störungen, Rückenschmerzen sowie für Komplikationen bei Operationen und Schwangerschaft [WHO/FAO 2003, Kiefer et al 2006].

Hochgradiges Übergewicht im Kindes- und Jugendalter ist nicht nur ein Risikofaktor für Adipositas im Erwachsenenalter, sondern legt auch den Grundstein für frühzeitige Herz- Kreislauferkrankungen, Diabetes mellitus Typ 2 und degenerative Skeletterkrankungen. Damit stellt die Entwicklung von Übergewicht und Adipositas im Kindes- und Jugendalter ein ernstzunehmendes Problem im Gesundheitssystem dar.

(Texte dem NAP.e 2012 entnommen)

Die aktuellen österreichischen Ernährungsempfehlungen - lt. NAP Ernährung

Süßes, Salziges und Fettes

Konsumieren Sie fett-, zucker- und salzreiche Lebensmittel und energiereiche Getränke selten. Süßigkeiten, Mehlspeisen, zucker- und/oder fettreiche Fastfoodprodukte, Snacks, Knabbereien und Limonaden sind ernährungsphysiologisch weniger empfehlenswert und sollten selten konsumiert werden – maximal eine Portion dieser süßen oder fetten Snacks pro Tag. Verwenden Sie Kräuter und Gewürze und weniger Salz (max. 6 g pro Tag). Vermeiden Sie stark gesalzene Lebensmittel wie z. B. gepökelte Lebensmittel, Knabbergebäck, gesalzene Nüsse, Fertigsaucen.

Fette und Öle Täglich 1 – 2 Esslöffel pflanzliche Öle, Nüsse oder Samen. Qualität vor Menge. Hochwertige pflanzliche Öle wie Olivenöl, Rapsöl aber auch andere pflanzliche Öle wie Walnuss-, Soja-, Lein-, Sesam-, Maiskeim-, Sonnenblumen-, Kürbiskern- und Traubenkernöl sowie Nüsse und Samen enthalten wertvolle Fettsäuren und können daher in moderaten Mengen (1 – 2 Esslöffel) täglich konsumiert werden. Streich-, Back- und Bratfette wie Butter, Margarine oder Schmalz und fettreiche Milchprodukte wie Schlagobers, Sauerrahm, Crème Fraîche sparsam verwenden.

Fisch, Fleisch, Wurst

Essen Sie pro Woche mindestens 1 – 2 Portionen Fisch (à ca. 150 g) und bevorzugen Sie dabei fettreichen Seefisch wie Makrele, Lachs, Thunfisch und Hering oder heimischen Kaltwasserfisch wie beispielsweise Saibling. Essen Sie pro Woche maximal 3 Portionen fettarmes Fleisch oder fettarme Wurstwaren (300 – 450 g pro Woche). Rotes Fleisch (wie z.B. Rind, Schwein und Lamm) und Wurstwaren eher selten essen.

Milch und Milchprodukte

Konsumieren Sie täglich 3 Portionen Milch und Milchprodukte. Bevorzugen Sie fettarme Varianten. Eine Portion entspricht: Milch (200 ml), Joghurt (180 – 250 g), Topfen (200 g), Hüttenkäse (200 g), Käse (50 – 60 g). Am besten sind 2 Portionen „weiß" (z.B.Joghurt, Buttermilch, Hüttenkäse) und 1 Portion „gelb" (Käse).

Getreide und Erdäpfel

Essen Sie täglich 4 Portionen Getreide, Brot, Nudeln, Reis oder Erdäpfel (5 Portionen für sportlich Aktive und Kinder). Eine Portion entspricht: Brot/Vollkornbrot (ca. 50 – 70 g), Gebäck z. B. Weckerl, Kornweckerl, Semmel, etc. (ca. 50 – 70 g), Müsli oder Getreideflocken (ca. 50 – 60 g), Teigwaren (roh ca. 65 – 80 g, gekocht ca. 200 – 250 g), Reis oder Getreide (roh ca. 50 – 60 g, gekocht ca. 150 – 180 g), Erdäpfel (gegart ca. 200 – 250 g, 3 – 4 mittelgroße). Bevorzugen Sie Produkte aus Vollkorn.

Gemüse, Hülsenfrüchte und Obst

Essen Sie täglich 5 Portionen Gemüse, Hülsenfrüchte und Obst. Ideal sind 3 Portionen Gemüse und/oder Hülsenfrüchte und 2 Portionen Obst. Eine Portion entspricht: Gemüse gegart (200 – 300 g), Rohkost (100 – 200 g), Salat (75 – 100 g), Hülsenfrüchte (roh ca. 70 – 100 g, gekocht ca. 150 – 200 g), Obst (125 – 150 g), Gemüse- oder Obstsaft (200 ml).
 

Faustregel: Eine geballte Faust entspricht einer Portion Obst, Gemüse oder Hülsenfrüchte. Essen Sie Gemüse zum Teil roh und beachten Sie bei der Auswahl der Gemüse- und Obstsorten das saisonale und regionale Angebot.

Alkoholfreie Getränke

Trinken Sie täglich mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit, bevorzugt energiearme Getränke in Form von Wasser, Mineralwasser, ungezuckerten Früchte- oder Kräutertees oder verdünnten Obst- und Gemüsesäften. Gegen den täglichen moderaten Konsum von Kaffee, Schwarztee (3 – 4 Tassen) und anderen koffeinhaltigen Getränken ist nichts einzuwenden.

Ernährungsempfehlungen & Rezeptsammlungen des Bundesministerium für Gesundheit:

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